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Artikel-Schlagworte: „Sprache“

In dubio contra ipsophono

Nicht immer ist die Unschuldsvermutung durchsetzbar...

Krempels ist in diesem Haus Segen und Fluch zugleich.

Natürlich freue ich mich immer wieder, wenn mein Mann einfach etwas aus dem Hut zaubert, was wir sonst kaufen müssten.
Wie jetzt den Anrufbeantworter.

Der Alte wollte nicht mehr mit uns reden.

Also kommt ein alter Neuer, mit zwei Mobilteilen ins Haus.

Muss natürlich zunächst aufgeladen werden. Damit wir schauen können ob er auch wirklich funktioniert.

Tut er, er blinkt – und wir freuen uns.

Doch stopp – da sind ja noch zwei Anrufe gespeichert – sofort erwacht die menschliche Neugier.
Wer das wohl ist?
Welche Geheimnisse werden wir jetzt belauschen…

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Forever young oder das Problem mit der Mindesthaltbarkeit

Frost hat ja durchaus gute Seiten - nicht nur optisch

Der allgemeinen Diskussion um Sinn und Unsinn eines Datums, an dem ein Produkt nicht mehr perfekt ist, möchte ich eine eigene kleine Überlegung entgegenstellen:

7 Jahre hat mein Mann den Winter über (und zwar an 2-3 Tagen der Woche) in seiner Trödelhalle verbracht.
Und häufig ganz leise vor sich hin gefroren.

Denn die Halle war nicht nur nicht beheizbar – meist waren die Temperaturen darin deutlich unterhalb der herrschenden Außentemperatur.
Ich habe mich insgeheim gefreut, dass weder er noch einer seiner Kunden je an einem Gegenstand festgefroren sind…

Alle haben Mitleid mit ihm gehabt und ich glaube, dass hat ihm gut getan.
Jetzt ist Schluß damit.

Sein neuer Laden ist nicht nur ebenerdig, sondern auch beheizbar ;-)

Allerdings hat dies auch Nachteile.

So habe ich ja zunächst (ganz ungeplant) einen jüngeren Mann geehelicht und dann hat die Kälte – erwiesenermaßen – nicht nur konservierende sondern im Schulterschluß sicher auch verjüngende Dienste geleistet.
Und jetzt?!

Jetzt wird er sein Mindesthaltbarkeitsdatum bestimmt schneller erreichen.
Nicht etwa, dass die Gefahr besteht, dass er mich dabei einholt.
Aber trotzdem.
Man darf doch mal ein wenig jammern, oder?

Mauser oder Metamorphose

Die Vor-Denkerhaus-Denker waren vor allen anderen da

Der neue Krempels hat sich nun endlich allen alten und neuen Fans gezeigt.
Und wir sind stolz wie Oskar.

Denn von einer unterkühlten, überfüllten Trödelhalle, hat er sich zu einem charmanten kleinen Laden mit Wühlgefühl gemausert.
Oder eben doch etwas mehr als gemausert… aber da will mir kein Verb zu über den Weg laufen.

Der Moosblogger- Hannes hat es wieder mal als erster geschafft.
Erster Kunde, erster Käufer, erster Blogger ;-)

Und er hat sich liebevoll der Etymologie des Firmennamens angenommen… Respekt!

Ich war leider anderweitig beschäftigt und kann euch daher nur einen kurzen virtuellen Blick in den neuen Laden ermöglichen.

Und alle herzlich einladen, sich selbst ein Bild zu machen, ob es jetzt nur eine Mauser oder doch eine Metamorphose ist:

Krempels
am Rathauseck
Prinz-Ludwig-Straße 2
86911 Dießen

Dienstag bis Freitag von 9 bis 13 und 15 bis 18 Uhr
Samstags von 10 bis 14 Uhr

Wir freuen uns und sagen allen ein herzliches DANKE!

Melone für alle!

Melone ist Melone ist Melone

Melone ist Melone ist Melone

Stress – dieser Begriff ist ja eigentlich ein Modewort – allerdings ist es eines, das die Zeit überdauert.
Also ein “modischer Evergreen” ;-)

Ursprünglich stammt es aus der Physik (und aus der industriellen Fertigung) und beschreibt den Druck, der auf einem Material lastet.
Physische BE-lastung also.

Genau dieses Belastungsbild scheint dann der Vater der Stressforschung Hans Selye so passend gefunden zu haben, dass er seinen Forschungsbereich danach benannte und anschließend selbst sagte, er habe allen Sprachen ein neues Wort gegeben – “Stress” eben.

Na ja – gibt Schlimmeres….
Und wie viel Stress er sich bei der Namens-Suche gemacht hat, ist schließlich gar nicht überliefert.

Die Franzosen nun – also genau die Landsleute denen nachgesagt wird, dass ihnen Essen und Genuss wichtiger sind als vieles andere – die haben rausgefunden, das der Verzehr von Melone gegen Stress hilft. Also gegen unseren Stress – nicht gegen den der Industrie.
Eigentlich ja eh klar…

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Echt UN-Perfekt

Mal schauen, wie uns die englische Grammatik noch vor die Wand führt

Manchmal fühle ich mich alt.
Ziemlich alt sogar.

Zum Beispiel wenn ich meinem Sohn bei der Vorbereitung auf den Jahrgangsstufen-Test in Deutsch helfe.
Oder besser – helfen will.

Denn da stoße ich plötzlich an Grenzen.
Sie ähneln stark “der Wand”, die Marlene Haushofer aufhielt.
Unerwartet, Unsichtbar, Unnötig, Unüberwindbar, Unerklärlich.

Um ihm die einzelnen Zeitformen der deutschen Sprache leichter verständlich zu machen, habe ich eine Liste angefertigt.
Gegenwart – Präsens
Zukunft – Futur
Vergangenheit – 1. Imperfekt, 2. Perfekt, 3. Plusquamperfekt

Soweit alles klar.
Doch dann stoßen wir auf einen Frage nach dem Präteritum…
Mist – was ist das?

Die erste Vergangenheit.

Doch die heißt doch “Imperfekt” – meint auch sein Lehrer, wie er mir sehr glaubhaft versichert… – naja, der ist schließlich auch locker in meiner Altersklasse ;-)

Also – ran ans Quellenstudium – da bin ich als Journalistin immer schnell mit bei der Hand:

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