Humor
Stell dir vor es ist Stau…
Heute morgen wollte ich mich auf den Weg nach Salzburg machen… nicht aus Langeweile oder jugendlichem Übermut.
So eine bin ich ja nicht.
Ich hatte einen Termin. Geschäftlich.
Natürlich hatte ich schon gestern vorsichtig auf´s Wetter gelinst und den Wecker entsprechend gleich mal vor gedreht.
Allerdings macht es auch keinen Sinn in der Nacht los zu fahren – 6:15 muss reichen… um eine Verabredung um 10:30 Uhr einzuhalten.
Dachte ich.
Die Entdeckung der Langsamkeit
Es macht mich wahnsinnig!
Heute ist mal wieder so ein Tag, an dem das Internet und auch die Telefonleitung immer wieder den Geist aufgeben.
Gerade noch war ich online und Padauz – alles weg.
Und dabei muss ich doch – wollte ich – sollte ich… nix geht.
Aus lauter Verzweiflung versuche ich meine Arbeitsbereiche zu verändern. Es muss doch auch Dinge geben, die ich ohne Internet oder Telefon erledigen kann!
Muss es!
Gibt es aber anscheinend nicht.
Egal womit ich beginne, ich erreiche immer wieder einen Punkt, bei dem ich schnell etwas überprüfen muss oder kurz eine Bestätigung brauche. Telefonisch oder per Mail.
Mein einziger Ausweg:
ich räume auf.
Erst den Schreibtisch.
Dann das Arbeitszimmer.
Dazwischen starte ich immer mal wieder einen Versuch, ob die Leitungen nicht endlich stabil sind.
Doch bevor ich beginne, den Keller zu räumen, werfe ich das arbeitsmäßige Handtuch.
Dann arbeite ich heute einfach nicht weiter, sondern mach mal langsam…
Vielleicht ein Buch lesen?
Im Garten wurschteln?
Kochen?
Mein Mann schüttelt verzweifelt mit dem Kopf. Bis aufs Lesen ist das ja nicht wirklich langsamer. Findet er.
Schließlich habe ich die Lösung – ich plane das Essen für meinen Geburtstag.
Das macht Spaß, Sinn und ist nicht als Arbeit zu verbuchen… finde ich jedenfalls.
Und freue mich eigentlich, dass der Computer heute spinnt. Sonst hätte ich dafür gar nicht die Zeit gehabt
Prêt-à-porter am Ammersee
Alter, Geschlecht, Anlass, Nationalität, Geldbeutel, Religion, Erziehung, Farbenblindheit – um mal nur einige auf zu zählen.
Als weibliches Wesen bin ich ja natürlich immer modisch ON TOP
Ich kann euch sagen, wo der Hammer hängt – oder die Jacke…
Cut outs, High Heels mit transparentem Absatz, die Rückkehr der 1990er sowie große, grafische Muster und Dessins – tja, an so was glauben Designer.
Hier in Bayern sind andere Trends auszumachen: die Burka kommt!
Wenn die Ärmel kürzer werden
Nach dem Jahreswechsel braucht man niemandem etwas anzubieten… alle lehnen dankend ab.
Es war von allem wohl doch etwas zuviel. Mancher hat das Weihnachtsfest als “aufstehen, hinsetzen, essen, aufstehen, hinsetzen, essen, trinken, aufstehen, schlafen” erlebt und beschrieben.
Da tuen mir natürlich die Geburtstagskinder besonders leid… gerade die vom 2.1. – noch dummer kann es wohl kaum laufen.
Meine Mutter war so ein Geburtstagskind und ich habe mich auch immer geärgert, wie schwierig frische Blumen an diesem Tag zu besorgen sind. Der Alltag startet erst ab dem 3./4. Januar. Und dann auch nur auf Sparflamme.
Zauberhaft war in diesen Tagen die Diskussion eines befreundeten Ehepaars:
Er beschwerte sich bei uns (und natürlich auch irgendwie bei ihr), das die Ärmel seines Hemdes kürzer geworden wären – überhaupt sei das ganze Hemd ein wenig knapp.
Ihre Antwort: das ist nicht eingelaufen, du ißt nur zu gerne und zu viel!
Ich glaube fast, dass beide Recht haben – denn das die Arme wachsen, scheint mir unwahrscheinlich – doch das Bäuchlein war definitiv ein Weihnachtsgeschenk.
Die moderne Form der “Stillen Post”
Nun wird der Begriff von Mitspieler zu Mitspieler weiter geflüstert und das Kind am Ende der Reihe verkündet laut, was angekommen ist. Mit dem ersten Wort hat dies in der Regel nicht mehr viel gemeinsam.
Doch jeder ist sich ganz sicher, das weitergesagt zu haben, was ihm übermittelt wurde!
Aus diesem Grund wird der Begriff “Stille Post” auch gerne für eine Verfälschung von Nachrichten durch die mehrfache mündliche Weitergabe verwendet.
So entstehen Gerüchte. Harmlose und weniger harmlose.



