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Familie

Ich bin dann mal weg…

… und werde die Zeit nutzen um den Wolken hinterher zu schauen, Menschen zu beobachten und mich nicht um diesen Blog und andere Herrlichkeiten des Internetzeitalters zu kümmern. Also nicht wundern, sondern mit mir freuen.

Ab Anfang Juli hört und seht ihr wieder etwas von mir.

Eine schöne Zeit.
Eure Anne

Kleiner Memory-Effekt

Steht doch mein Mann vor mir und fragt mich, wo denn bitte die Butterkuh sei.
Also unser – in unseren Augen – durchaus formschöner Behälter für das streichzarte Milcherzeugnis…

Ein zweifelnder Blick war meine Antwort.
“Neben dir?!”

“Ja – aber die zweite?”
Fassungslosigkeit auf meiner Seite.
“Neben dir!”

Und schon könnt ihr erkennen was ich mit Memory-Effekt meine:
Nicht die Verringerung von Akkukapazität und auch nicht die “Wiedereinnahme des ungeordneten oder teilkristallinen Zustandes bei Kunststoffen”….

Nein – ich meine die unmittelbare Umsetzung des Spieles “Memory” im Alltag.
Denn je näher sich im Spiel zwei identische Karten liegen, desto länger dauert es sie einander zu zu ordnen, beziehungsweise die zweite zu finden.

Und so hat mein Mann (nach eigenen Angaben) schon seit zwei Tagen die zweite Butterkuh gesucht – die etwa 20 Zentimeter neben der ersten steht.

Auf der Arbeitsfläche in der Küche.
Direkt unterm Fenster.
Neben dem Kühlschrank.
Also eigentlich genau dort, wo sie hingehört ;-)

Neue Traditionen braucht das Land

Mein Mann ist natürlich entsprechend gerüstet - aber ich finde doch immer noch eine Herausforderung für ihn

“Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues” – das soll die Braut am Hochzeitstag tragen.

Der Brauch stammt wohl ursprünglich aus England, hat vor allem durch Kinofilme bei uns an Bekanntheit gewonnen und sich mittlerweile auch hierzulande zu einer beliebten Tradition gemausert.
Fühlt sich schon ein wenig so an, als ob es auch hier schon immer Tradition war.

Da komme ich doch mit meiner Idee neuer Traditionen gerade recht:
bei uns bin schon immer ich für die Inhalte von Geschenken (meist Päckchen oder Paketen – weil viele unserer Freunde und Verwandte weiter weg leben) verantwortlich.

Mein Mann für die Logistik.

Also einpacken, wegbringen und heil ankommen lassen.
So günstig wie möglich.
Und schnell natürlich.

Dieses System haben wir von meinen Eltern übernommen (seht ihr – TRADITION!), bei denen es nicht nur Jahrzehnte lang funktioniert hat, sondern darüber hinaus auch immer wieder der zwischenmenschlichen Weiterbildung und guter Geschichten diente.

Denn schon meine Mutter wusste, was in ein richtiges Päckchen gehört:
“etwas Leichtes, etwas Schweres, etwas Rundes und etwas Zerbrechliches.”

Doch ohne sich abzusprechen (glaube ich!), haben mein Vater und mein Mann ähnliche Packverhalten entwickelt.

Da bleibt doch allen Ernstes, ab und an ein Stückchen liegen.
Zufällig natürlich.
Ohne Absicht.
Und auch ganz bestimmt nicht, weil es nicht rein gepasst hat.

Wobei das passen ja so eine Sache ist.

Mein Vater hat uns schon mal eine zweigeteilte Kinder-Fliegenklatsche geschickt.
Die haben wir nie wieder so zusammen fügen können, dass man mit ihr klatschen konnte….

Beim Kinder-Regenschirm mit abgesägtem Handgriff haben wir es dann gar nicht mehr probiert – den hat unser Sohn gar nicht erst in die Finger bekommen.

Ich glaube, meine Eltern haben mehrere Tage nicht miteinander gesprochen.

So weit treiben wir es natürlich nicht!

Aber ich kann mir nicht immer verkneifen, meinen – beim Anblick der Geschenke – entnervt aufstöhnenden Mann daran zu erinnern, dass mir sicherlich auch noch ganz schnell etwas langes Dünnes einfällt, was unbedingt mit muss.

Für eine fauchfreie Zone

Bei so Kleinen ist das Fauchen ja noch nett. Bei meinen fliegen auch immer gleich noch Fellbüschel....

Katzen!
Wer sie liebt, ist verloren.

Diese Vierbeiner haben uns sowas von “im Griff”… also mich auf jeden Fall.

Und im Winter ist es immer besonders arg.

Da hat auch ihre Geduld schnell mal ein Ende.
Obwohl sie ja sonst “Meister des Chillens” sind – wie unser Sohn neidvoll gesteht.

Er hat da wohl vor allem Heinz im Blick, der überall rumflaggt.
Völlig eins mit dem hier und jetzt und dem dort und dann gleich auch noch….

Aber wenn es draußen nicht so warm ist und man auch noch nasse Füße bekommt, ist Schluß mit der allgemeinen Entspanntheit.

Sicherlich liegt es auch daran, dass die drei sich außerhalb des Hauses sporttechnisch gerade eher zurückhalten. Sie sind viel zu sehr mit wärmekonservierenden Maßnahmen beschäftigt, statt sich richtig auszupowern.

Das machen sie dann einfach drinnen.
Zum Missfallen ihrer vierbeinigen Mitbewohner.

Nicht etwa, dass die nicht auch spielen wollen.
Nur eben nicht gerade jetzt und schon gar nicht mit…

Also endet jedes spielerische Hüpfen und Rennen im fauchenden Protest eines anderen.

RTL 2 könnte da glatt eine seiner besonders gelungenen Docus drehen.
Immer dasselbe.

Ich werde jetzt eine Unterschriftenaktion für eine “Fauchfreie Zone” starten.
Also unterstützt mich….bitte ;-)

Stille Nacht – oder was davon übrig bleibt

Den Anblick kenne ich ja schon....

Der Winter ist definitiv eine sehr aufreibende Zeit für ambitionierte Katzenliebhaber.

Also auch für mich.
Bei meiner Familie halten sich die Ambitionen da eher in Grenzen.

Meine Männer sehen nämlich keinen vernünftigen Grund darin, mehrfach nachts aufzustehen, Türen zu öffnen, zu füttern, zu trösten und zu beruhigen.
Überhaupt keinen Grund.

Sie schlafen wahrscheinlich auch fester.

Ich höre bereits am Auftreten, welche von unseren drei Miezen den Weg zu meinem Bett einschlägt.
Und bin dann schon halb raus…. aus selbigem.

“Vorauseilender Gehorsam” nennt man das glaube ich.
“Eher wohl Dummheit” – stellt mein Mann richtig.

Na ja, dumm ist eigentlich nur, wenn Katzen sich die Klinke in die Hand geben.

Eine raus, die andere rein – zwischen Tür und Angel noch ein kurzer, heftiger und flockenreicher Austausch von Liebenswürdigkeiten.
Die dritte hält sich als Reserveeinheit im Hintergrund.

Das erhöht dann die Zahl der geplanten und durchgeführten Weckaktionen zum Standortwechsel immens.

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