Der beleuchtete Mann

Nein – nicht meiner 😉 Aber fast….
Auch in diesem Jahr haben wir bei „Dießen leuchtet“ versucht den Laden meines Mannes schön in Szene zu setzen. In wie weit uns das gelungen ist, seht ihr hier:

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So heilig war unser bayerischer Mann noch nie...
So heilig war unser bayerischer Mann noch nie…

Der Abend war in ganz Dießen ein voller Erfolg und Petrus sendete sogar ein paar leise Flöckchen auf das Volk herab, dass bis 22 Uhr die Geschäfte und Strassen unseres Ortes bevölkerten.

Wir haben diesmal nicht das ganze Haus sondern nur unseren treuen Wächter beleuchtet. Kam gut an.

Unser absoluter Lieblings-Heinz

Es ist so leer auf meinem Schreibtisch.
Es ist so still im Haus.
Und keiner ärgert die Katzen.

Heinz fehlt überall.

Es war keine leichte Zeit, ihn auf seinem Weg – uns voran – zu begleiten.

Aber wir haben sicher das Richtige getan und unseren Kater in seinen letzten Tagen nicht in eine Klinik gebracht, sondern Dank unserer jederzeit einsatzbereiten Tierärztin daheim behalten und umtüdeln können.
Wir danken für diese Möglichkeit.

Er ginge, so wie auch wir gerne gehen wollen: umgeben von den Dingen und Menschen die uns wichtig sind, behutsam betreut und schmerzfrei, und immer mit der Möglichkeit bis zuletzt Freude und Liebe zu empfangen.

Und noch schnell irgendwelchen Unsinn anzustellen….

Kleine Zwangspause

Ohne Strom geht nichts mehr.
Das hat man gestern deutlich gespürt, als kurz nach 13 Uhr die Lichter in Dießen ausgingen.

Na ja – Lichter brennen um die Zeit ja eigentlich kaum – aber meinen PC hat es natürlich erwischt.
Und so quälte mich mehrere Stunden die bange Frage: wann hatte ich zuletzt gesichert?

Und der Herd stellte die Tätigkeit schlagartig ein – doch der Reis war zum Glück schon gar und so war das Mittagessen wenigstens gerettet.

Wer im Anschluß einen kleinen Ortsbummel machte, fand einen völlig veränderten Markt wieder.
Passanten standen und diskutierten die neuesten Gerüchte über mögliche Ursachen.
Die meisten Geschäfte hatten geschlossen – die Kassenanlagen waren außer Betrieb.

Rühmliche Ausnahme – na klar – Krempels – da wird nämlich noch per Kopf zusammengerechnet 😉

Und während beim benachbarten Italiener das Eis leise schmolz, trumpfte Cafe Vogel mit dem einzig erhältlichen Nachmittagskaffee auf.

Der Holzofen in der Backstube wurde eingeheizt und Kaffee gebrüht… nicht schlecht 😉

Und als es langsam etwas dunkler wurde, kam der Strom ja auch wieder.

Forever young oder das Problem mit der Mindesthaltbarkeit

Frost hat ja durchaus gute Seiten - nicht nur optisch
Der allgemeinen Diskussion um Sinn und Unsinn eines Datums, an dem ein Produkt nicht mehr perfekt ist, möchte ich eine eigene kleine Überlegung entgegenstellen:

7 Jahre hat mein Mann den Winter über (und zwar an 2-3 Tagen der Woche) in seiner Trödelhalle verbracht.
Und häufig ganz leise vor sich hin gefroren.

Denn die Halle war nicht nur nicht beheizbar – meist waren die Temperaturen darin deutlich unterhalb der herrschenden Außentemperatur.
Ich habe mich insgeheim gefreut, dass weder er noch einer seiner Kunden je an einem Gegenstand festgefroren sind…

Alle haben Mitleid mit ihm gehabt und ich glaube, dass hat ihm gut getan.
Jetzt ist Schluß damit.

Sein neuer Laden ist nicht nur ebenerdig, sondern auch beheizbar 😉

Allerdings hat dies auch Nachteile.

So habe ich ja zunächst (ganz ungeplant) einen jüngeren Mann geehelicht und dann hat die Kälte – erwiesenermaßen – nicht nur konservierende sondern im Schulterschluß sicher auch verjüngende Dienste geleistet.
Und jetzt?!

Jetzt wird er sein Mindesthaltbarkeitsdatum bestimmt schneller erreichen.
Nicht etwa, dass die Gefahr besteht, dass er mich dabei einholt.
Aber trotzdem.
Man darf doch mal ein wenig jammern, oder?

Der neue Reiz der Zeitung

So bekommt man einen ganz neuen Blick auf Zeitungen
Das Rumnörgeln gehört bei uns zum Zeitungslesen.
Und sicherlich nicht nur bei uns…

An der politischen und wirtschaftlichen Lage, am (zu umfangreichen) Sportteil, an den Themen des Feuilleton und aber vor allem auch, an der Zeitung selbst kann man seinen Frust und Ärger festmachen.

Alle Jahre wieder kommt sie daher auf den Prüfstand und wird Stück für Stück zerlegt.
Oft ist das Ergebnis ernüchternd und die Suche nach einer Abo-Alternative beginnt…. vergebens.

Nach einigen Fremdgängen stellt man fest, dass dies doch die einzig wahre Morgen-Mittags-Abend-Lektüre ist.
Und so bleibt sie.

Nun habe ich dank unserer momentanen Alltagssituation ein ganz neues Prüfkriterium entdeckt – die Zerreißprobe.
Also das „Seite für Seite“ zerlegen.

„Der neue Reiz der Zeitung“ weiterlesen

Erste!

Unglaubliche Dinge spielen sich im Discounter unsere Wahl ab.

Natürlich sind wir auf der Jagd nach Katzenfutter – denn an Wochenenden und Feiertagen droht häufig die letzte Dose – und mit hungrigen und entsprechend mies gelaunten Mitbewohnern, wird die freie Zeit zur Tortur.

Und da die drei nur bestimmte Sorten essen mögen, müssen wir immer für ausreichenden Nachschub sorgen…

Dabei kommen wir natürlich auch an all den anderen wohlplatzierten Kauf-Versuchungen vorbei.

Alles rund um kuschelige Betten füllt diesmal die Sonderverkaufsstrecke.
Brauchen wir nicht – haben wir schon.

Wobei – da fällt mir eine Microfaser-Kuscheldecke auf. Mit Ärmeln.
So dass man auch im Sitzen und beim Lesen nicht nur warme Beine, sondern auch ebensolche Arme haben kann…

Versteht mich bitte richtig: nicht für mich.
Bei uns ist die Zeit des Lesens gerade so knapp – siehe vorheriger Artikel „Raritäten“ – dass man darin kaum auskühlen kann.
Eher einschlafen.
Wegen des enorm vernachlässigten Grund-Schlafbedürfnisses.

Aber für meinen Vater wäre eine solche Decke perfekt.
Der ist erstens ein sparsamer Mensch und heizt entsprechend zurückhaltend.
Zweitens Privatier mit enormen Zeitpolstern.
Und drittens eine Leseratte.
Eine leicht verfrorene noch dazu.
(Im Gegensatz zu den „unverfrorenen“ Zeitgenossen, die wir ja vor allem in der Politik und der Wirtschaft finden können 😉

Also schaue ich meine Mann an und frage, ob das nach seiner Meinung nicht auch genau das richtige Weihnachtsgeschenk für Opa sei?!

Zum Glück kennt er mich ja schon ein Weilchen und so schaut er nur amüsiert, lacht kurz und packt sie dann ein.
Die Decke.
Und damit das erste Weihnachtsgeschenk für 2012.

Also so früh bin selbst ich eher selten dran….