Der beleuchtete Mann

Nein – nicht meiner 😉 Aber fast….
Auch in diesem Jahr haben wir bei „Dießen leuchtet“ versucht den Laden meines Mannes schön in Szene zu setzen. In wie weit uns das gelungen ist, seht ihr hier:

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So heilig war unser bayerischer Mann noch nie...
So heilig war unser bayerischer Mann noch nie…

Der Abend war in ganz Dießen ein voller Erfolg und Petrus sendete sogar ein paar leise Flöckchen auf das Volk herab, dass bis 22 Uhr die Geschäfte und Strassen unseres Ortes bevölkerten.

Wir haben diesmal nicht das ganze Haus sondern nur unseren treuen Wächter beleuchtet. Kam gut an.

Advents-Krempel(s)


In der letzten Zeit hat das Buch irgendwie wohl mein ganzes Leben übernommen.
Als ich mit einer Freundin einen Tag zu IKEA fuhr, fragte mein Mann ganz frech, welche alte Rasse ich denn dort zu finden hoffe?!

Doch irgendwie muss ich auch mal an andere Dinge denken und natürlich liegt ihm einiges daran, davon gleich ein wenig zu profitieren… er und natürlich sein Laden.
Der sich gut macht.
Einerseits.
Andererseits steckt auch wirklich viel Arbeit drin.
Und wer denkt, nur weil Montags geschlossen ist sitzen wir am See oder bei den derzeitigen Temperaturen natürlich in der Therme, der täuscht sich. Leider 😉

Da ging es ja sogar noch…

Der konkret Arbeitsauftrag in dieser Woche: Adventsdeko.

Pünktlich um 9 Uhr ging es los.
Zum Glück half uns unsere Freundin Eve.
Wobei wir eigentlich ihr das Fenster überlassen und uns selbst um den Rest des Ladens kümmern wollten.
Eine Stunde später fühlten wir drei uns wieder in die Zeit des Umzugs zurückversetzt.

Chaos wohin das Auge blickte.

Alle Kisten, die wir mit Weihnachten beschriftet hatten (ich schätze mal es waren 10), mussten einmal raus und durchgeschaut werden.
Allein drei von ihnen waren mit Kugeln gefüllt.
Der Rest mit allem, was ihr euch rund um Weihnachten so vorstellen könnt.

Hier hat sich die Kamera schon geweigert noch irgend etwas schärfer ins Auge zu nehmen…

Oder auch nicht.
Ich bin immer wieder erstaunt, was es alles gibt.

Am Nachmittag verlies uns erst Eve, die nun in einem anderen Laden weiterarbeiten musste, und dann die Kraft.
Es schien kein Ende nehmen zu wollen.
Egal wie viel Chaos wir beseitigten, es türmten sich immer wieder neue Berge auf.
Und wenn wir eine Ecke fertig dekoriert hatten, mussten plötzlich wichtige Elemente (also Stühle, Tische oder ähnliches) aufgrund von Überfüllung umziehen und die Deko passte nicht mehr.

Einziger Lichtblick – die Neugierigen, die teils nur schauten, teils auch Einlass begehrten und direkt das ein oder andere Stückchen ins Herz schlossen.
Verkauft wurde schließlich noch nicht.

Adventsfenster fertig

Natürlich liebäugelten schon ein, zwei mit den Blumenregalen, auf denen das neue Fenster beruht.
Mal wieder typisch.
Aber mein Mann hat Anweisung, die Regale erst ab 29.11.12 abzugeben – dann ist das nächste Fenster dran.
„Dießen leuchtet“ verdient eine eigene Deko. In meinem Kopf ist sie schon fertig.
Fast wie das Buch…
Um 19 Uhr war dann aber Schluß.
Das meiste stand an seinem Platz und wir hatten wirklich keine Kraft mehr.

Jetzt geht´s für mich wieder an den Schreibtisch und mein Mann erntet Lob für die netten Dinge in seinem Laden.
Ich gönne es ihm!
Mir wäre es derzeit noch zu weihnachtlich…

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Unser absoluter Lieblings-Heinz

Es ist so leer auf meinem Schreibtisch.
Es ist so still im Haus.
Und keiner ärgert die Katzen.

Heinz fehlt überall.

Es war keine leichte Zeit, ihn auf seinem Weg – uns voran – zu begleiten.

Aber wir haben sicher das Richtige getan und unseren Kater in seinen letzten Tagen nicht in eine Klinik gebracht, sondern Dank unserer jederzeit einsatzbereiten Tierärztin daheim behalten und umtüdeln können.
Wir danken für diese Möglichkeit.

Er ginge, so wie auch wir gerne gehen wollen: umgeben von den Dingen und Menschen die uns wichtig sind, behutsam betreut und schmerzfrei, und immer mit der Möglichkeit bis zuletzt Freude und Liebe zu empfangen.

Und noch schnell irgendwelchen Unsinn anzustellen….

Kleine Zwangspause

Ohne Strom geht nichts mehr.
Das hat man gestern deutlich gespürt, als kurz nach 13 Uhr die Lichter in Dießen ausgingen.

Na ja – Lichter brennen um die Zeit ja eigentlich kaum – aber meinen PC hat es natürlich erwischt.
Und so quälte mich mehrere Stunden die bange Frage: wann hatte ich zuletzt gesichert?

Und der Herd stellte die Tätigkeit schlagartig ein – doch der Reis war zum Glück schon gar und so war das Mittagessen wenigstens gerettet.

Wer im Anschluß einen kleinen Ortsbummel machte, fand einen völlig veränderten Markt wieder.
Passanten standen und diskutierten die neuesten Gerüchte über mögliche Ursachen.
Die meisten Geschäfte hatten geschlossen – die Kassenanlagen waren außer Betrieb.

Rühmliche Ausnahme – na klar – Krempels – da wird nämlich noch per Kopf zusammengerechnet 😉

Und während beim benachbarten Italiener das Eis leise schmolz, trumpfte Cafe Vogel mit dem einzig erhältlichen Nachmittagskaffee auf.

Der Holzofen in der Backstube wurde eingeheizt und Kaffee gebrüht… nicht schlecht 😉

Und als es langsam etwas dunkler wurde, kam der Strom ja auch wieder.

Forever young oder das Problem mit der Mindesthaltbarkeit

Frost hat ja durchaus gute Seiten - nicht nur optisch
Der allgemeinen Diskussion um Sinn und Unsinn eines Datums, an dem ein Produkt nicht mehr perfekt ist, möchte ich eine eigene kleine Überlegung entgegenstellen:

7 Jahre hat mein Mann den Winter über (und zwar an 2-3 Tagen der Woche) in seiner Trödelhalle verbracht.
Und häufig ganz leise vor sich hin gefroren.

Denn die Halle war nicht nur nicht beheizbar – meist waren die Temperaturen darin deutlich unterhalb der herrschenden Außentemperatur.
Ich habe mich insgeheim gefreut, dass weder er noch einer seiner Kunden je an einem Gegenstand festgefroren sind…

Alle haben Mitleid mit ihm gehabt und ich glaube, dass hat ihm gut getan.
Jetzt ist Schluß damit.

Sein neuer Laden ist nicht nur ebenerdig, sondern auch beheizbar 😉

Allerdings hat dies auch Nachteile.

So habe ich ja zunächst (ganz ungeplant) einen jüngeren Mann geehelicht und dann hat die Kälte – erwiesenermaßen – nicht nur konservierende sondern im Schulterschluß sicher auch verjüngende Dienste geleistet.
Und jetzt?!

Jetzt wird er sein Mindesthaltbarkeitsdatum bestimmt schneller erreichen.
Nicht etwa, dass die Gefahr besteht, dass er mich dabei einholt.
Aber trotzdem.
Man darf doch mal ein wenig jammern, oder?

Der neue Reiz der Zeitung

So bekommt man einen ganz neuen Blick auf Zeitungen
Das Rumnörgeln gehört bei uns zum Zeitungslesen.
Und sicherlich nicht nur bei uns…

An der politischen und wirtschaftlichen Lage, am (zu umfangreichen) Sportteil, an den Themen des Feuilleton und aber vor allem auch, an der Zeitung selbst kann man seinen Frust und Ärger festmachen.

Alle Jahre wieder kommt sie daher auf den Prüfstand und wird Stück für Stück zerlegt.
Oft ist das Ergebnis ernüchternd und die Suche nach einer Abo-Alternative beginnt…. vergebens.

Nach einigen Fremdgängen stellt man fest, dass dies doch die einzig wahre Morgen-Mittags-Abend-Lektüre ist.
Und so bleibt sie.

Nun habe ich dank unserer momentanen Alltagssituation ein ganz neues Prüfkriterium entdeckt – die Zerreißprobe.
Also das „Seite für Seite“ zerlegen.

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