Archiv für die Kategorie „Deutsche Sprache“
Katzenähnliche Mitbewohner
Dr. Dolittle hat viel Geld mit der zur Schaustellung des überaus seltenen “Stoßmich-Ziehdich” verdient. Er hat seine desolaten Finanzen mit Hilfe des lamaähnlichen Tieres sogar vollständige sanieren können.
Steht jedenfalls so geschrieben.
Wir haben im Tierheim von Garmisch vor etwas über zwei Jahren ebenfalls durchaus einzigartige Tiere entdeckt und auch gleich mit nach Hause genommen. Da sie wie Katzen aussehen, dachten wir uns zunächst nichts dabei.
Nach Katzenmanie lebten sie auch die erste Zeit unter unserem Bett und ließen sich kaum blicken…
Doch im Laufe der Zeit und mit zunehmender Vertrautheit, kamen wir ihnen auf die Schliche:
eines ist ein echtes “Streichelmich-Beißdich”!
Dabei ist es durchaus zutraulich, ja gar anhänglich und auch wirklich so weich wie auf dem Foto zu erahnen.
Doch je nach Tagesform entpuppt es sich als kampferprobte Vernusfalle und die Hand, die eben noch ein Schnurren verursachte, wird nach allen Regeln der Kunst zerfetzt.
Jetzt könnte man mit Recht darauf hinweisen, dass wir ja erwachsene Menschen sind und eigentlich lernfähig sein sollten. Stimmt natürlich.
Aber irgendwie variiert es seine Lockmanöver doch sehr geschickt und schaukelt uns über längere Zeit in Sicherheit.
Auch hat es einen ganz zauberhaften kleinen Katzenkopf und einen sooo weichen Bauch, dass man schwerlich widerstehen kann.
Und diese goldenen Hinterfüße… einfach entzückend.
Da nimmt man eine kaputte Hand doch immer wieder in Kauf.
Als echter Forscher eh. Alles für die Wissenschaft.
Seine Schwester ist übrigens mit großer Wahrscheinlichkeit ein “Streichelmich-Haudich”.
Also nicht ganz so selten, aber genauso süß!
Und wie man nun Geld mit diesen seltenen Tieren verdienen kann, interessiert uns eigentlich gar nicht.
Kein netter Zug der Bahn
Die Bahn ist das ökologisch und ökonomisch vernünftigste Verkehrsmittel.
Jedenfalls wenn kein Fluss in der Nähe ist und man längere Distanzen zurück legen will.
Und gerade diejenigen unter uns die häufig unterwegs sind, genießen die Freiheit, sich mit anderen Dingen als dem Verkehr rumärgern zu müssen.
Ärgert man sich doch lieber ein wenig über unsensible Zeitgenossen (und deren Kinder!)… aber dann hat man am Ende der Reise auch was zu erzählen. Und das ist allemal unterhaltsamer als die Auflistung verschiedener Baustellen und Staus…
Wäre also eigentlich alles Friede, Freude, Eierkuchen… wenn die Bahn ihr Kunden nicht immer wieder an den Rand (und darüber hinaus!) des Nervenzusammenbruches bringen würde.
Jetzt komm schon
Diesmal möchte ich nicht wieder hinten anstehen
und mich von der Sonne überraschen lassen. Ich habe die Fenster bereits geputzt…. jetzt sitze ich und lauere auf schönes Wetter.
Sonne und Wärme – danach steht mir der Sinn.
Als erste Frühjahrsaktion habe ich auch gleich den Blog etwas aufgegrünt.
Weg mit dem Winter.
Und mein Lieblings-Frühlings-Gedicht habe ich euch auch gleich noch raus gekramt.
Sozusagen den Standard, wenn die Vögel wieder Radau machen.
Eine andere Sicht der Dinge
Als bekennender Nick Hornby-Fan, muss ich doch gestehen, dass ich mich der einzelnen Bücher nur langsam und nach und nach annehme.
Eigentlich völlig untypisch (Stieg Larssons Trilogie habe ich auf einen Schlag gekauft und direkt verschlungen).
Aber bei Hornby taste ich mich langsam vor.
Ich habe mit Slam begonnen und dann A long way down genommen.
Zwei sehr unterschiedliche Bücher, von denen aber jedes seinen speziellen Reiz hat:
In “Slam” beschreibt Hornby einen Teenager, der sich mit dem Poster seines Idols Tony Hawk austauscht.
Über Skaten.
Über Mädels.
Und wie man mit seiner schwangeren Freundin klar kommt…
Über alles, was einen Jugendlichen heutzutage beschäftigt. Jedenfalls hatte ich den Eindruck, etwas mehr von der inneren Welt der Teenies zu verstehen.
Schon erstaunlich, Hornby ist ja noch älter als ich… wer weiß, vielleicht kennt er nur meine Welt und wir glauben jetzt beide, mehr über Teenager zu wissen.
Die Ankunft des Herren
Die Adventszeit ist die Zeit des Jahres, in der alles etwas sinniger und sinnlicher von Statten gehen sollte.
Man beachte leider den Konjunktiv… aber zum Glück gibt es findige Menschen, die uns da ein wenig auf die Sprünge helfen.
Zum Beispiel mit einer weihnachtlichen Parkscheibe. Und die hat – wie so vieles im Leben – zwei Seiten.
Eine ist weihnachtlich gülden, ein wenig überladen aber durchaus im weihnachtlichen Sinne prachtvoll.
Die andere ist schlicht und sehr nah am Vorbild – da erkennt man erst auf den zweiten Blick den weihnachtlichen Aspekt.
Als kleiner Test der Aufmerksamkeit der Verkehrsüberwachung… der Einsatz ist natürlich absolut korrekt – eigentlich bräuchten wir ja nur einen Zettel, auf dem die Ankunftszeit vermerkt ist… aber so eine Parkscheibe ist da schon eine sinnvolle Alternative.
Und im Dezember nehme ich dann diese. Wenn ich sonst schon keine Zeit und wenig Sinn für den Advent erübrigen kann
Seit 1908 gibt es übrigens die gedruckten Adventskalender, seit 1920 mit Türen, die sich öffnen lassen. Auch was für unsere hektische Zeit, in der jeder von Weihnachtsfeier zu Weihnachtsfeier hetzt und sich schnell noch auf einen Glühwein am Stand verabredet.
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