Überzeugende Porträts – für Ihre PR Schreiben

Es ist die Liebe. Die Liebe zur Sprache, zu den Menschen und ihren Geschichten, zu Porträts mit Ecken und Kanten, die dieses Sachbuch zu einem guten Buch macht. 

Ein Porträt ist die persönliche Beschreibung eines Menschen. Und doch so viel mehr. Denn wir beschreiben diesen Menschen ja nicht nur in diesem Augenblick, den wir gemeinsam erleben. Wir schauen in sein Leben, seine Träume, seine Sorgen. Jedenfalls, wenn wir uns Mühe geben und nicht nur seinen Lebenslauf in einen Fließtext umwandeln – was Birte Vogel ganz sicher erschauern liesse 😉 „Überzeugende Porträts – für Ihre PR Schreiben“ weiterlesen

Show, don’t tell – Schreiben fürs Kopfkino

„Kopfkino“ – klar kann sich jeder unter diesem Begriff inzwischen etwas vorstellen. Aber wie man den imaginären Film im Kopf anderer zum Laufen bringt, das ist doch für manchen ein Mysterium. Schon der Film im eigenen Kopf hat ja manchmal Startschwierigkeiten.

Doch Schreiben ist ein Handwerk, viele Stilmittel sind durch Wissen und Übung erlernbar. Auch das Schreiben fürs Kopfkino – das den Leser durch Gefühle einbindet, mitnimmt in die Geschichte und bestenfalls nicht mehr loslässt.

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Titel-Künstler oder die unerkannte Kunst guter Titel


Manche Kollegen im Printbereich haben mein volles Mitgefühl: es sind diejenigen, die sich die Titel zu den Geschichten einfallen lassen müssen.

Das ist ein wahnsinnig undankbarer und ich finde auch extrem schwerer Job. Natürlich nicht immer – manchmal ist es ganz klar und einfach. Aber eben nur manchmal.
Doch meist steckt dahinter viel Mühe und die Ergebnisse sind dennoch fatal.
Leider greifen die Titelmacher immer wieder auf ähnliche Phrasen zurück, die Assoziationen wecken und Aufmerksamkeit erregen:
Der Herr der …. (hier könnt ihr locker alles einsetzten, was euch so über den Weg läuft)
Der XX-Flüsterer
Der XX-Papst

Seht ihr was ich meine?

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Die hohe Kunst des Vitamin B

Vitamin B macht die glücklich, die es haben
Vitamine gelten weithin als gesund und wichtig. Nur derjenige, der keine hat steht dumm da.

Überdeutlich wird dies beim Vitamin B.

Da unterscheide ich übrigens gleich mal 10 Arten.
Also auf jeden Fall zwei mehr, als sonst üblich.

Die anderen Vitamin B Komplexe beschränken sich ja auch auf Nahrung und chemische Substanzen.

Und selbst hier tanzt ein Vitamin gleich mal aus der Reihe – B12.
Es ist nicht pflanzlich, lässt sich aber als einziges speichern.
Im Körper.
Weil es nicht wasserlöslich ist…

Meine beiden zusätzlichen sind auch nicht pflanzlich – und doch ist die Speicherdauer begrenzt.
Bei mir steht B für „Beziehungen“.

Allerdings unterscheide ich nachdrücklich zwischen zwei Unterarten:

Dem Netzwerker-B und dem Lobby-B
Vielleicht etwas kleinlich, aber wenn man in der Chemie genau ist, darf man es schließlich auch im Leben sein 😉

Netzwerker-B ist ein in unserer Zeit enorm hoch geschätztes Vitamin.

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Ewig schad’

Ein ungewöhnlicher Anblick
Diese bayerische Ur-Gemütlichkeit, die sich mal im Miteinander und in der Sprache häufig zeigt, hat es mir angetan.
Ganz ehrlich, hätte ich gerne selbst mehr davon… aber nur davon!

Leider bin ich nur Zaungast – so wie an diesem schönen Herbsttag am Ammersee, als der Schaufelraddampfer Herrsching kurzfrist- und -zeit-ig seinen Fahrplan änderte, drehte und zurück fuhr.

Eine betrachtete Gesellschaft feierte und lärmte und verspottete den einen, der seinen Hut in die Freiheit entlassen hatte.
Eine Riesengaudi.

Der Kapitän erkannte sofort den Ernst der Lage, stoppte und drehte bei.
Der hutlose Bursche hangelte sich da schon Außenbords am Dampfer lang, um seine Kopfbedeckung bergen zu können.

Doch die hatte Wind und Strömung gleich genutzt und sich auf den verheißungsvollen Weg nach Süden gemacht.
Der Dampfer gleich forsch hinterher.

Nass aber wieder an Bord
Nass aber wieder an Bord
Der Bursche nestelte da bereits an seiner Lederhosen – angefeuert von den Zuschauern auf dem Schiff und auch am Ufer … doch die Besatzung rettete den Hut vor ihm und dem Wasser mit einer langen Stange und nach 10 bis 15 Minuten hatte das Hut-Dampfer-See-Intermezzo ein Ende.
Ein glückliches noch dazu.

Im straffen Sommerfahrplan kann man solche Sonderrunden sicherlich nicht drehen, doch wie der Kapitän per Lautsprecher verkündete, wäre es ja „ewig schad‘ um den scheene Deckel gewesen“… und jetzt im Herbst ist auch nicht mehr soviel los auf dem See.

„Ewig schad'“ finde ich ja einen sensationellen Ausdruck!
So schade ist es im Hochdeutschen nie…

Wobei mich schon etwas erschreckt, dass es eine Polka No. 2736 von Peter Schad gibt, die so heißt.
Aus dem Repertoire der „Oberschwäbischen Dorfmusikanten“ ;-(

Passt ja so gar nicht in mein Beuteschema…

Echt UN-Perfekt

Mal schauen, wie uns die englische Grammatik noch vor die Wand führt
Manchmal fühle ich mich alt.
Ziemlich alt sogar.

Zum Beispiel wenn ich meinem Sohn bei der Vorbereitung auf den Jahrgangsstufen-Test in Deutsch helfe.
Oder besser – helfen will.

Denn da stoße ich plötzlich an Grenzen.
Sie ähneln stark „der Wand“, die Marlene Haushofer aufhielt.
Unerwartet, Unsichtbar, Unnötig, Unüberwindbar, Unerklärlich.

Um ihm die einzelnen Zeitformen der deutschen Sprache leichter verständlich zu machen, habe ich eine Liste angefertigt.
Gegenwart – Präsens
Zukunft – Futur
Vergangenheit – 1. Imperfekt, 2. Perfekt, 3. Plusquamperfekt

Soweit alles klar.
Doch dann stoßen wir auf einen Frage nach dem Präteritum…
Mist – was ist das?

Die erste Vergangenheit.

Doch die heißt doch „Imperfekt“ – meint auch sein Lehrer, wie er mir sehr glaubhaft versichert… – naja, der ist schließlich auch locker in meiner Altersklasse 😉

Also – ran ans Quellenstudium – da bin ich als Journalistin immer schnell mit bei der Hand:

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