Mein neues Buch

Tiere-und-Nutzpflanzen-aus-alter-Zeit---Anne-Webert

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Die hohe Kunst des Vitamin B

Vitamin B macht die glücklich, die es haben

Vitamine gelten weithin als gesund und wichtig. Nur derjenige, der keine hat steht dumm da.

Überdeutlich wird dies beim Vitamin B.

Da unterscheide ich übrigens gleich mal 10 Arten.
Also auf jeden Fall zwei mehr, als sonst üblich.

Die anderen Vitamin B Komplexe beschränken sich ja auch auf Nahrung und chemische Substanzen.

Und selbst hier tanzt ein Vitamin gleich mal aus der Reihe – B12.
Es ist nicht pflanzlich, lässt sich aber als einziges speichern.
Im Körper.
Weil es nicht wasserlöslich ist…

Meine beiden zusätzlichen sind auch nicht pflanzlich – und doch ist die Speicherdauer begrenzt.
Bei mir steht B für “Beziehungen”.

Allerdings unterscheide ich nachdrücklich zwischen zwei Unterarten:

Dem Netzwerker-B und dem Lobby-B
Vielleicht etwas kleinlich, aber wenn man in der Chemie genau ist, darf man es schließlich auch im Leben sein ;-)

Netzwerker-B ist ein in unserer Zeit enorm hoch geschätztes Vitamin.

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Ewig schad’

Ein ungewöhnlicher Anblick

Diese bayerische Ur-Gemütlichkeit, die sich mal im Miteinander und in der Sprache häufig zeigt, hat es mir angetan.
Ganz ehrlich, hätte ich gerne selbst mehr davon… aber nur davon!

Leider bin ich nur Zaungast – so wie an diesem schönen Herbsttag am Ammersee, als der Schaufelraddampfer Herrsching kurzfrist- und -zeit-ig seinen Fahrplan änderte, drehte und zurück fuhr.

Eine betrachtete Gesellschaft feierte und lärmte und verspottete den einen, der seinen Hut in die Freiheit entlassen hatte.
Eine Riesengaudi.

Der Kapitän erkannte sofort den Ernst der Lage, stoppte und drehte bei.
Der hutlose Bursche hangelte sich da schon Außenbords am Dampfer lang, um seine Kopfbedeckung bergen zu können.

Doch die hatte Wind und Strömung gleich genutzt und sich auf den verheißungsvollen Weg nach Süden gemacht.
Der Dampfer gleich forsch hinterher.

Nass aber wieder an Bord

Nass aber wieder an Bord

Der Bursche nestelte da bereits an seiner Lederhosen – angefeuert von den Zuschauern auf dem Schiff und auch am Ufer … doch die Besatzung rettete den Hut vor ihm und dem Wasser mit einer langen Stange und nach 10 bis 15 Minuten hatte das Hut-Dampfer-See-Intermezzo ein Ende.
Ein glückliches noch dazu.

Im straffen Sommerfahrplan kann man solche Sonderrunden sicherlich nicht drehen, doch wie der Kapitän per Lautsprecher verkündete, wäre es ja “ewig schad’ um den scheene Deckel gewesen”… und jetzt im Herbst ist auch nicht mehr soviel los auf dem See.

“Ewig schad’” finde ich ja einen sensationellen Ausdruck!
So schade ist es im Hochdeutschen nie…

Wobei mich schon etwas erschreckt, dass es eine Polka No. 2736 von Peter Schad gibt, die so heißt.
Aus dem Repertoire der “Oberschwäbischen Dorfmusikanten” ;-(

Passt ja so gar nicht in mein Beuteschema…

Echt UN-Perfekt

Mal schauen, wie uns die englische Grammatik noch vor die Wand führt

Manchmal fühle ich mich alt.
Ziemlich alt sogar.

Zum Beispiel wenn ich meinem Sohn bei der Vorbereitung auf den Jahrgangsstufen-Test in Deutsch helfe.
Oder besser – helfen will.

Denn da stoße ich plötzlich an Grenzen.
Sie ähneln stark “der Wand”, die Marlene Haushofer aufhielt.
Unerwartet, Unsichtbar, Unnötig, Unüberwindbar, Unerklärlich.

Um ihm die einzelnen Zeitformen der deutschen Sprache leichter verständlich zu machen, habe ich eine Liste angefertigt.
Gegenwart – Präsens
Zukunft – Futur
Vergangenheit – 1. Imperfekt, 2. Perfekt, 3. Plusquamperfekt

Soweit alles klar.
Doch dann stoßen wir auf einen Frage nach dem Präteritum…
Mist – was ist das?

Die erste Vergangenheit.

Doch die heißt doch “Imperfekt” – meint auch sein Lehrer, wie er mir sehr glaubhaft versichert… – naja, der ist schließlich auch locker in meiner Altersklasse ;-)

Also – ran ans Quellenstudium – da bin ich als Journalistin immer schnell mit bei der Hand:

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Der doppelte Heinz

Unseren Prachtkater stellen wir für solche Aktionen ganz bestimmt nicht zur Verfügung - einer reicht nämlich aus

Was Katzen mit dem Kopieren von Geschäftsmodellen zu tun haben sollen, ist mir nicht ganz klar.

Und so stolpere ich über den Ausdruck “Copycat” im Artikel “Rasch klonen und viel gewinnen” der taz (29.8.11).

Dort wird erklärt, dass mit “Copycat” (meist deutsche) Klone (meist amerikanischer – aber auf jeden Fall immer erfolgreicher!) Internetfirmen gemeint sind.
Sowohl die Geschäftsidee, als auch die Umsetzung und sogar das ganze Design des Klons hält sich so nahe wie irgendwie möglich an die Ursprungsidee.

Berühmt berüchtigtes Beispiel ist studiVZ als Abklatsch von Facebook.
Und genauso berühmt berüchtigt: die Gebrüder Samwer.
Aus Deutschland.
Alexander, Marc und Oliver.
Die haben dort ihre Marktlücke entdeckt.

Ganz eigenständig – ohne, dass ihnen DAS einer vormachen musste ;-)

1999 gründeten sie mit drei Partner eine Plattform für Onlineverkäufe in Deutschland … alando.

Und verkauften ihre Anteile nach einem Vierteljahr ans amerikanische Vorbild von alando – eBay.
Für erstaunliche 43 Millionen Dollar.
Damals erstaunlich – weil so viel.
Später so erstaunlich – weil wahrscheinlich doch gar nicht so viel.

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