Mein neues Buch

Tiere-und-Nutzpflanzen-aus-alter-Zeit---Anne-Webert

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info@anne-art.com
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Königin Mieze hält Hof


Als ich mich im vorletzten Jahr (Gott, die Zeit rennt) mit Alten Nutztier und Gemüsesorten beschäftigt habe, ist mir die kleine Erdbeere von Otto Schindler so richtig ans Herz gewachsen.

Und so hat Mieze Schindler natürlich 2013 Einzug in unseren Garten gehalten – zunächst mal unterm Apfelbaum beim Waldmeister – aber der ist so raumgreifend, dass sich die kleine, zarte Seele da nicht wohl gefühlt hat und in diesem Frühjahr ins Hochbeet umsiedeln durfte. Dort hat sie jetzt wirklich Fuß gefasst und auch wenn die Ernte noch etwas mager ausfiel (na ja – für 8 Erdbeerpflanzen ist´s eh schon sehr ordentlich), so hat die Qualität uns doch absolut überzeugt.

Miezen unter sich

Miezen unter sich

Uns ist aufgefallen, dass diese Erdbeere durch und durch rot ist – nicht so hell wie ihre gekauften Kolleginnen. Dafür lässt sich ihr Strunk – einen besseren Ausdruck habe ich für die grünen Blätter und die Verankerung derselben in ihrem Inneren nicht gefunden – deutlich schwerer rausziehen, als bei den heute verbreiteten Sorten.
Meine Suche nach der richtigen Bezeichnung führte mich zu Werkzeug, dass man zur Entfernung einsetzt – und zwar gleich in drei verschiedenen Varianten von unterschiedlichen Herstellern… unfassbar, oder?!

Die Mieze ist übrigens eine wahre Ausbruchskünstlerin – denn man sieht bereits, dass ihr die zugewiesene Beethälfte als nicht angemessen erscheint – überall hin lässt sie ihre langen Arme wandern und erkundet die benachbarten Flächen auf Miezen-Tauglichkeit.

Im kommenden Jahr hoffe ich auf sortenreine Miezenmarmelade oder auch Miezeneis. Heuer haben die Kinder den meisten kleinen Leckereien den Gar ausgemacht.

Knotenkunst fern der See


Also arbeite ich weder mit Seemannsgarn, noch vergnüge ich mich mit der hohen Kunst des Makramee – vielmehr gehe ich heute der Frage nach: wie kann aus einem Tuch ein Hase werden.
Ohne Füllung, Babygerecht und Ansprechend.

Mit Phantasie, Geduld und bitte ohne Spucke… und damit ich endlich mal von den Lampenschirmen loskomme (die allerdings auch schon alle neue Besitzer gefunden haben – was nicht nur mich, sondern auch meinen Mann sehr freut).
Doch vor allem, weil ein Freund ein Töchterchen bekommen hat – da muss natürlich im Hause Webert ein ganz persönliches und somit besonders liebevolles Geschenk her. Daher mein derzeitiger Hasen-Knoten-Wahn.

Meine Familie ist schon leicht verzweifelt wie lange ich mich bei solch eigentlich ja banalen Dingen festbeißen kann.
Tja – altes Jungfrauenleiden: so perfekt wie möglich muss es sein. Und sind wir mal ehrlich – ganz perfekt wird´s nie!

So sieht das neue Familienmitglied aus...

So sieht das neue Familienmitglied aus…

Zu Beginn stehen etliche Stunden Grübelei – vorzugsweise Nachts, zwischen den einzelnen Katzen-Rein-und-Raus-Türdiensten.
Dann folgen verschiedene Schnitt-, Näh- und Knotversuche (schließlich ist jeder Stoff anders, es kommen eigentlich nur gebrauchte und vorhandene Stoffe in Betracht, weil ich den Wiederverwertungsgedanken mittlerweile einfach nicht mehr los werde und der optimale Stoff dabei natürlich so nicht gleich gefunden wird) und dann endlich: ein erster Probehase.

Der wird natürlich umgehend zum Familienmitglied erklärt und darf auf gar keinen Fall verschenkt werden. Da sind sich meine Jungs einig.
Also kommt er zu den beiden Probe-Weihnachtmäusen auf meinem Tisch und es geht mit der Versuchsreihe weiter.

Ich muss sagen – die Hasen werden wirklich immer besser… finde ich jedenfalls.

Und bin sehr stolz, als ich endlich ans Verschenken geht… ist jetzt nicht wirklich ein Geschenk zur Geburt geworden – aber dafür um so individueller.

Denn an einen Verkauf kann ich derzeit leider gar nicht denken – ich habe sehr viel Zeit mit dem Thema “CE Zertifizierung” verbracht und bin an echte, neue Grenzen gestossen… dazu demnächst sicherlich mehr.

Kleine Hasengruppe

Kleine Hasengruppe

Spurensuche


Meine beiden kleinen Lieblinge haben mir vor einigen Tagen (beziehungsweise bei einer Nacht-Arbeitssitzung) Spielzeug mitgebracht.
Und so wie die beiden nunmal sind, hat es natürlich keine fünf Minuten gedauert bis sie sich derartig in den Haaren hatten (nicht nur verbal – das können die auch super nonverbal), dass sich das Mitbringsel ganz hurtig verkrümeln konnte…

Weg war es.
Trotz sogleich gestarteter Suchaktion meinerseits im ganzen Arbeitszimmer – die anderen beiden habe ich vorsichtshalber rausgeworfen (die sind da keine große Hilfe) – nicht wieder aufzufinden.

Mein Mann jammert seither um seine Briefmarkensammlung (als ob meine Bücher, Stoffe und anderen Arbeitsutensilien völlig belanglos seien) und ich unternehme selbstverständlich täglich alles mögliche um den kleinen, (wirklich sehr süßen) Ausreißer mit den zauberhaften Knopfäuglein wieder einzufangen.

SchokiLebendig natürlich – was meine beiden Miezen sicherlich nur zeitlich sehr begrenzt berücksichtigen würden, weswegen ich auf ihre Hilfe auch weiterhin bewusst verzichte.

Unsere alte Lebendfalle war leider verschwunden – eine neue musste her und wartet jetzt geduldig auf einen ebenso neuen Bewohner… lockte erst mit Speck, jetzt mit französischem Käse (der riecht gut!)

Doch wo steckt die Maus?

In einer Ecke habe ich vor ein paar Tagen noch Geraschel vernommen.
Ist aber seit gestern nicht mehr zu hören.

Aber wie lange kann eine Maus (deren Verletzungen ich natürlich gar nicht kenne) in einem geschlossenen Arbeitszimmer ohne Wasser oder Essen überhaupt überleben?
Und warum geht sie nicht in die Käsefalle?
Sie müsste doch Hunger haben!

Heute nun eine – na ja, Entwarnung würde ich mal nicht sagen – eher ein “Lebenszeichen”.
Wer mag schon Käse in einer Mäusefalle, wenn hier doch noch andere leckere Dinge zu finden sind…

Die Schokolade nehme ich jetzt natürlich mit raus (ich habe ehrlich keine Ahnung wo sie die gefunden hat – meine Suche ist da meist vergeblich) – und hoffe inständig, dass die heiligen Alben meines Mannes nicht irgendwann so aufgeschlitzt daliegen.

Das würde er nämlich sowohl den beiden katzenähnlichen Mitbewohnern, als auch mir ankreiden!

Kratz ich oder geh ich


Ich bin eine alte Märchensammlerin und Leseratte, habe natürlich aus aller Herren Länder entsprechende Lektüre im Haus verteilt und liebe den Podcast des Bayerischen Rundfunks mit Michael Köhlmeier. Auf den bin ich eigentlich über die Sagen der Griechen (die noch besser sind!) aufmerksam geworden.
Doch ich muss gestehen, er (also Köhlmeier) hat doch immer wieder Märchen dabei, von denen ich noch nie etwas gehört habe….

Jedenfalls kommen mir zu allerlei profanen Alltagsbegebenheiten aus heiterem Himmel kleine Zitate, Bilder und Redewendungen aus allen möglichen bekannten und unbekannteren Märchen und Sagen in den Sinn. Natürlich nicht in Form von “Es war ein mal” oder “und wenn sie nicht gestorben sind” – das wäre zu simpel und wenig witzig.
Für mich und alle, die vielleicht ja gerne mitraten wollen.

Es sind schon eher Abwandlungen wiederkehrender Redewendungen oder auch Handlungsstränge, die im Märchen eine tragende Bedeutung oder auch eine witzige Randgeschichte vermitteln, wie heute nun die Überschrift dieses Beitrages.

Natürlich hat diese etwas mit der aktuellen Wetterlagen zu tun. DSC_0021 Denn als ich heute auf dem Weg in den Ort war und die vereiste Scheibe meines Autos betrachtete, blickte ich in den kalten Sonnenschein und stellte mir eben jene simple Frage: “kratz ich eher oder geh ich eher”.
Die korrekte Antwort lautet natürlich “Hei ich will gehen”.
Ist schließlich für mich, die Umwelt und alle gut…

Im Original klingt diese innere Zwiesprache so:
“Was tu’ ich? Schneid’ ich eher oder ess’ ich eher? Hei ich will erst essen!”

Und natürlich bin ich sehr gespannt, wer dieses Märchen kennt.
In meiner Kindheit zählte es zum Standard. Im Märchenbuch meines Sohnes habe ich es allerdings vergeblich gesucht. Da sind wirklich nur noch 20 Gassenhauer zu finden. Schade, denn dadurch haben die Kinder weniger erzählerische Vielfalt und können solch seltsame Gedankengänge schwer nachvollziehen.
Und nehmen wahrscheinlich auch eher den Wagen…