Mauser oder Metamorphose
Und wir sind stolz wie Oskar.
Denn von einer unterkühlten, überfüllten Trödelhalle, hat er sich zu einem charmanten kleinen Laden mit Wühlgefühl gemausert.
Oder eben doch etwas mehr als gemausert… aber da will mir kein Verb zu über den Weg laufen.
Der Moosblogger- Hannes hat es wieder mal als erster geschafft.
Erster Kunde, erster Käufer, erster Blogger
Und er hat sich liebevoll der Etymologie des Firmennamens angenommen… Respekt!
Ich war leider anderweitig beschäftigt und kann euch daher nur einen kurzen virtuellen Blick in den neuen Laden ermöglichen.
Und alle herzlich einladen, sich selbst ein Bild zu machen, ob es jetzt nur eine Mauser oder doch eine Metamorphose ist:
Krempels
am Rathauseck
Prinz-Ludwig-Straße 2
86911 Dießen
Dienstag bis Freitag von 9 bis 13 und 15 bis 18 Uhr
Samstags von 10 bis 14 Uhr
Wir freuen uns und sagen allen ein herzliches DANKE!
Winter und Slow – das passt zusammen….
Das Slow Food Convivium Fünfseenland gibt es jetzt seit 2008.
Hier finden sich Genießer aus den Landkreisen Landsberg, Starnberg und Fürstenfeldbruck um miteinander zu schlemmen, zu erkennen und den Gedanken “Gut, sauber, fair” mit Leben zu füllen.
Unsere monatlichen Stammtische sind das eine, Ausflüge zu Produzenten etwas anderes – und gemeinsam Kochen eine der schönsten Treffensvarianten.
Ich konnte natürlich leider nicht dabei sein – mein Mann würde mich wohl lynchen, wenn ich mir jetzt Gedanken über Menübestandteile machte, statt ihn beim Umzug zu unterstützen – aber das hat die anderen zum Glück nicht abgeschreckt und so haben sie sich gleich zweimal getroffen.
Schon die Vorbesprechung mit Essensplanung war ja eigentlich ein ausschließlich genussvolles Treffen… schließlich kenne ich Susanne
und ihre Kochkunst (Deftiges in knuspriger Hülle, Amuse-bouche vom Ammersee).
Aber besonders hat mich gefreut, dass Andreas sich die Mühe gemacht hat, alles genau zu dokumentieren und ich möchte ihm und allen anderen an dieser Stelle ganz herzlich für ihr Engagement danken!
Acht Slow Food Anhänger des Conviviums Fünfseenland kochen und genießen ein winterliches 5-Gänge Menü am Ammersee
Dass uns ein spannender Abend erwarten würde, war von Anfang an klar: Schneechaos zwang uns erst, das Vortreffen zu verschieben. Dann überboten sich die Vorschläge für immer neue Vorspeisen, Beilagen, Desserts und Apéritifs.Nur in Einem waren wir uns alle einig: Es sollte ein Menü rund um ein Wildgericht geben. Nach einigen Gläsern Wein und leckeren Stücken Quiche Lorraine und italienischem Gemüse Antipasti zu Baguette – alles wenig regional, aber sehr lustig – einigten wir uns auf ein winterliches 5-Gänge Menü:
Kleine Pfannkuchen mit Saiblingscreme und Rogen sowie mit Crème fraîche und Saiblingsfilet von Andrea – inspiriert von russischen Blinis, nur viel eleganter! Pikante Blaukraut-Suppe mit Zimt und Ingwer und einem Tupfen Crème fraîche von Karl – bis Maria Lichtmess wird Zimt auch von Andreas toleriert. Raffinierte Crème-brûlée von Wildhasenleber an verschiedenen Salaten versprach Gisela – dass es dann Putenleber wurde, tat der Raffinesse keinen Abbruch. Herzhaftes Hirschgulasch von Susanne mit Rosenkohl als Gemüsebeilage und mit Karotten, Zwiebeln, Sellerie und Fenchel für die Sauce. Karl steuerte Kartoffelplätzchen bei. Die ursprünglich geplanten Wirsingbällchen erwiesen sich bei einem Probeessen als zu arbeitsintensiv für eine so große Gruppe. Als Dessert punktete Sebastian assistiert von Katharina mit Nocken von Rotwein Mousse auf Rotweinquitten, angerichtet mit hausgemachtem Cassis und Grand Marnier und getoppt mit Cranberries und einem Schokochip.
Der neue Reiz der Zeitung
Und sicherlich nicht nur bei uns…
An der politischen und wirtschaftlichen Lage, am (zu umfangreichen) Sportteil, an den Themen des Feuilleton und aber vor allem auch, an der Zeitung selbst kann man seinen Frust und Ärger festmachen.
Alle Jahre wieder kommt sie daher auf den Prüfstand und wird Stück für Stück zerlegt.
Oft ist das Ergebnis ernüchternd und die Suche nach einer Abo-Alternative beginnt…. vergebens.
Nach einigen Fremdgängen stellt man fest, dass dies doch die einzig wahre Morgen-Mittags-Abend-Lektüre ist.
Und so bleibt sie.
Nun habe ich dank unserer momentanen Alltagssituation ein ganz neues Prüfkriterium entdeckt – die Zerreißprobe.
Also das “Seite für Seite” zerlegen.
Neue olympische Disziplin: Umzugs-Staffellauf
Jeder, der die Trödehalle meines Mannes schon mal gesehen hat, kann sich eine Vorstellung machen, was DAS für ein Umzug ist.
Eigentlich kann es auch jeder andere, der sich dazu den Namen “Trödel-Halle” einfach mal auf der Zunge zergehen lässt…
Am Sonntag, den 22.1.2012 haben wir aus diesem Grund zu einer Menschenkette geladen, um all die großen und kleinen Uneinpackbarkeiten aus der Fischerei in den neuen Laden in der Prinz-Ludwig-Straße zu bringen.
Um 10 Uhr ging es los.
Da wurden wir schon von einem Freund mit Schubkarre erwartet – wo wir denn bleiben?
Derartig einsatzbereit und- hungrig, hätten wir unserer Helfer nun doch nicht eingeschätzt.
Schließlich war das Wetter nicht wirklich optimal und es gibt deutlich netter Dinge, als beim Umzug zu helfen…
Doch weit gefehlt.
On top
Ich hatte mir natürlich schon Sorgen gemacht, wie die Dießener Kreuzung nun mit geköpftem Maibaum wirkt.
Denn der musste mal wieder vor der Zeit (5 Jahre standen die Stangen früher – ohne Überprüfung) weg.
2009 wurde er erst aufgestellt und muss nach neuen Kriterien alljährlich seine Standfestigkeit beweisen.
Eine Schwachstelle an der Spitze ist nun Schuld, dass wir erst 2013 wieder einen Maibaum zwischen Mühlstraße und Fischerei bewundern können.
Aber da scheinen andere gleich einen Schritt weiter zu sein, denn gestern fiel der Baum – und heute schmückt den Stumpf bereits ein Brett.
Schnittig, sportlich und gar nicht so unelegant.
Mal schauen, wie und wann man den ersten Wagemutigen darauf reiten sehen wird…
Ich bin ja eher nicht so die sportliche Abteilung.
Daher werde ich es garantiert nicht ausprobieren sondern höchstens dokumentieren.



